• Aktu Satya Shin

Der Sinn des Lebens!


Könnte der Sinn des Lebens sein, einfach bewusst das SEIN zu sein?

Das könnte sein! Aus meiner Sicht ist es aber unwahrscheinlich, dass es so ist, oder nur für einige wenige!

Wir sind als Mensch mit einem sehr komplexen Gehirn ausgestattet, dass bis heute von der Wissenschaft erst zu 30% erforscht ist. Die Kapazität der Anwendung unseres Gehirns im durchschnittlichen Gebrauch im Alltag liegt zwischen 12 u. 15%, also gerade der Hälfte des bereits Erforschten.

Natürlich denken wir als spiritueller Mensch zuerst daran, was unser Denken aus uns macht, wenn wir uns darauf einlassen. Wir verstricken uns in den abgespeicherten Glaubenssätzen, Überzeugungen und Konditionierungen und verlieren dabei oft uns selbst (natürlich nur scheinbar). Wir verwechseln in unserem Denken manchmal Beurteilungen mit Verurteilen. Beurteilen ist eine natürliche Funktion unseres Intellekts und unserer Intelligenz und hilft uns zu unterscheiden, was unserem Leben und unseren Sinn im Leben förderlich ist und was nicht.

In manchen Lebenskonzepten wird die Vertreibung aus dem Paradies, also das Vergessen unserer wahren Natur, mit unserem Verstand in Verbindung gebracht. Mit unserem verstandesmäßigen Denken überdecken wir unser wahres Sein, so sehen jene, mit diesem Konzept, die Ursache der sogenannten Vertreibung aus dem Paradies. Der Sinn der Vertreibung wäre, nur durch das Nicht-Sein des essentiellen Selbst, das essentielle Selbst wieder zu erkennen und bewusst ins Paradies zurückkehren zu können. Das würde bedeuten, wir brauchen unseren Verstand jetzt nicht mehr, wenn wir im Paradies zurück sind, denn der Sinn das Sein zu sein wäre damit erfüllt. Wozu haben wir dann in dieser wundervollen Schöpfung unseren Verstand?

Ein anderes Konzept besagt, dass sich Brahman erfahren will und wir deswegen in dieser Welt sind. Möge es so sein, doch will sich Brahman dann nur über SEIN erfahren, dass er sowieso ist, oder ebenfalls über den Körper, die Gefühle und das Denken? (das er auch ist!)

Wenn wir bewusst aus dem Sein heraus leben, erscheint die Welt in uns als momentane Realität und erschafft sich selbst durch unser Denken, unsere Gefühle und unsere Identifikationen. Im Advaita Vedanta werden 2 Schritte für ein lebendiges und heilsames Leben beschrieben. Der erste Schritt ist die Erkenntnis, wer und was wir wirklich sind. Ist dieser Schritt nicht nur für kleine Zeitspannen, wie in der Meditation, realisiert, sondern als andauerndes SEIN, vollzieht sich der zweite Schritt: „Ich bin alles!“. Das bedeutet, unser Körper, unsere Gefühle und unser Denken sind Ausdruck unseres essentiellen Selbst und nicht von ihm getrennt (Advaita = Nicht Zwei).

Wir sehen also, dass unsere erscheinende Welt durch unser Denken erschaffen wird, ob wir wollen oder nicht. Das wiederum kann bedeuten, dass wir die Möglichkeit haben, auf unser Erleben in der Welt Einfluss nehmen zu können und dadurch unseren Emotionen nicht mehr machtlos gegen über stehen.

Wir haben ein Instrument, ein Werkzeug, mit dem wir unser Erleben in unserer selbstgeschaffenen Welt gestalten können – nämlich unseren Gehirn. Wir alle kennen die Aufteilung in linke und rechte Gehirnhälften mit ihren Fähigkeiten und noch weitere Areale mit bestimmten Zuordnungen, auf die ich jetzt nicht eingehen möchte. (Vielleicht in einem weiteren Artikel)

In der heutigen Zeit sind wir fähig, wenn wir das wollen, unsere abgespeicherten Muster, die auf Missverständnisse zwischen Großhirn und Limbisches System beruhen, mit Hilfe unseres Gehirns, speziell mit dem „Energetischen Sprachcode der Intuition “, zu korrigieren, um ein schönes, friedvolles und lebendiges Leben führen zu können. Wir werden zum Gestalter unseres Erlebens der Welt.

Aus meiner Sicht ist der Sinn unseres Lebens nicht nur einfach SEIN. Das SEIN ist eine sehr wichtige Identität, weil wir von hier die Dinge sehen können, wie sie wirklich sind und die Lebenssituationen klar beurteilen können. Vor allem endet das Getrieben sein nach Anerkennung, Bestätigung und Macht und es kehrt Friede ein. Der Glaube an das Gefühl des Getrenntseins verschwindet und die Ganzheit des Moments wird spürbar. Wir erleben uns wieder als reines Bewusstsein und spüren die Lebensenergie in uns, statt an erdachte Rollen zu glauben, die keine Energie haben. Die Lebenskraft wir unmittelbar erfahrbar. Liebe, Friede und Freiheit sind präsent in unserem Leben, weil sie Essenzen unseres SEINS sind. Im SEIN sind wir frei von den abgespeicherten Mustern, die wir jetzt ganz klar sehen können, ohne identifiziert zu sein. Jetzt können wir die Missverständnisse korrigieren, wenn wir das wollen. Darum ist für mich Selbsterkenntnis der erste wesentliche Schritt zu einem friedvollen und heilsamen Leben. Im nächsten Schritt können wir unser Erleben in unserer Welt gestalten.

Unser Gehirn stellt uns dazu einige Fähigkeiten zur Verfügung. Die erste Fähigkeit, die ich hier anführen möchte, ist allgemein bekannt als Placebo Effekt. Genauer gesagt, ist es die Erwartungshaltung, die wir zu bestimmten Eigenschaften, Situationen und Zielen in unserem Leben haben. Dieser Effekt wird auch als „Selbsterfüllende Prophezeiungen“ im positiven und im negativen Sinn definiert. Ich finde allerdings den Begriff Erwartungshaltung treffender. Je nachdem, welche Haltung wir zu einem bestimmten Ereignis einnehmen, werden unsere Kräfte dafür freigesetzt oder nicht. Haben wir eine geistige Haltung, die besagt, „Das wird sowieso nichts“, erleben wir meist genau das. Hätten wir eine Haltung, die besagt, „Ich freue mich darauf, wenn es passiert“, wird auch das mit großer Wahrscheinlichkeit genauso eintreten. Welch eine gewaltige Kraft steht uns damit zur Verfügung?

Eine weitere Fähigkeit unseres Gehirns ist auch sehr bekannt, wird nur meiner Meinung viel zu wenig beachtet. Energie folgt der Aufmerksamkeit!

Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas bestimmtes, bringt unser Gehirn Energie dorthin. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass wenn sie ihren Krankheiten viel Aufmerksamkeit schenken, Energie hinfließt und sich die Symptome verstärken. Das soll nicht heißen, dass wir uns um Krankheitssymptome nicht kümmern sollen. Es soll heißen, sei dir bewusst, wie viel Aufmerksamkeit du den Dingen schenkst.

Ich habe die Fähigkeit unseres Gehirns früher dazu genutzt, meine Aufmerksamkeit auf mein essentielles Selbst zu richten und durch die Vermehrung der Energie dort, es immer mehr zu SEIN.

Es existieren noch einige weitere Fähigkeiten in unserem Gehirn, die wir immer mehr entfalten können, wenn wir sie anwenden, wie zum Beispiel unsere Emotionale Intelligenz, mit dem Energetischen Sprachcode der Intuition.

Ich wollte hier auf einfache Weise darstellen, dass unser Gehirn, ganz gleich welche Hälfte davon oder welches Areal, einen wesentlichen Beitrag dazu leisten kann, um ein friedvolles, freies und lebendiges Leben zu leben. Natürlich wie bei allen meinen Artikel erhebe ich keinen Anspruch auf absolute Wahrheit, sondern es kann manchen helfen, mögliche Verurteilungen bezüglich unseres Verstandes zu zerstreuen oder sogar aufzulösen.

Herzliche Grüße – Aktu Satya Shin

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